Verlauf der Therapie
Operation | Chemotherapie | Strahlentherapie
Wenn bei Ihnen der Verdacht oder die Diagnose eines kolorektalen Karzinoms gestellt wurde und Sie vom Hausarzt oder Gastroenterologen zur Weiterbehandlung dem Darmzentrum Rhein-Erft zugewiesen wurden, erfolgt der stationäre Teil der Behandlung im Zentrum für Chirurgie des
Dreifaltigkeits-Krankenhauses Wesseling.
Im
Zentrum für minimal-invasive Chirurgie unter der Leitung des Chefarztes Prof. Dr. med. C. A. Jacobi werden alle Operationen des Gastrointestinaltraktes, des Retroperitoneums und des Thorax auf höchstem Niveau unter Nutzung der minimal-invasiven Operationsmethode durchgeführt.
Schwerpunkt innerhalb des Zentrums ist die chirurgische Behandlung des kolorektalen Karzinoms auf Grundlage der S3-Leitlinie. Es werden alle Vorraussetzungen eines interdisziplinären Darmzentrums erfüllt.
Professor Jacobi genießt als Leiter des Zentrums eine weit über Deutschland hinaus anerkannte Reputation und verfügt über eine ausgewiesene Expertise auf dem Fachgebiet. Neben der Ausbildung der Mitarbeiter des Hauses, lehrt Professor Jacobi diese Operationsmethoden an verschiedenen nationalen und internationalen Instituten.
Hohe Kompetenzen auf dem Gebiet der Viszeralchirurgie und der minimal-invasiven Chirurgie bilden die Voraussetzung für die Gründung eines Kompetenzzentrums für Magen-Darm-Erkrankungen. Im
Dreifaltigkeits-Krankenhaus Wesseling ist dieses Zentrum als Kooperationszentrum der beteiligten Fachbereiche organisiert.
Nach Einweisung durch Ihren Hausarzt oder Gastroenterologen erfolgt in unserer Sprechstunde die Vergabe eines Aufnahmetermins.
Operation
Ziel der operativen Tumorentfernung, abhängig vom Stadium, ist die Heilung des Patienten. Bei fortgeschrittenen Stadien, oder wenn bereits Metastasen vorliegen, geht es vor allem darum, die Funktionsfähigkeit des Darms zu erhalten und damit die Lebensqualität.
Beim Darmkrebs richtet sich die Operationsstrategie nach Stadium und der Lage des Tumors. Der betroffene Darmabschnitt wird entfernt und die beiden Enden werden verbunden. Die versorgenden Blutgefäße und umliegende Lymphknoten werden ebenfalls entfernt.
Das Rektumkarzinon erfordert zusätzliche diagnostische Maßnahmen wie Rektoskopie und Endosonographie, um die genaue Lage und die Eindringtiefe des Tumors festzustellen. Bei weiter fortgeschrittenen Stadien muss die Beeinträchtigung anderer Gewebe mit weiteren Verfahren (CT, MRT) untersucht werden. Hier kann vor der Operation eine (sogenannte neo-adjuvante) kombinierte Chemo- und Strahlentherapie zur Tumorverkleinerung und Verbessrung der Operabilität indiziert sein.
Ein künstlicher Darmausgang kann notwendig werden, wenn bei der Operation eines tiefsitzenden Rektumkarzinomes aus Gründen der Radikalität der Schließmuskel mit entfernt werden muss. Hier hat die vollständige Entfernung (und damit die Heilung!) des Tumors immer Vorrang vor der Erhaltung der Kontinenz. Dennoch wird, wann immer es möglich ist, versucht, die normale Schließmuskelfunktion zu erhalten.
Das Ergebnis der entnommenen Gewebe entscheidet über das weitere Vorgehen nach der Operation.
Abhängig vom Tumorstadium und der Anzahl der befallenen Lymphknoten ist eine weitere Therapie erforderlich. Dieses Vorgehen wird im Rahmen der Tumorkonferenz mit allen beteiligten Fachrichtungen interdisziplinär festgelegt. Beim Rektumkarzinom kann das eine kombinierte Strahlen-/ Chemotheraie sein, beim Dickdarmkrebs oberhalb des Rektums eine alleinige Chemotherapie.
Chemotherapie
Die Chemotherapie erfolgt durch Infusion mit Zytostatika (Medikamente mit einer Wirkung auf sich schnell teilende Zellen). Damit werden vor allem Tumorzellen betroffen.
Die Therapie kann in den meisten Fällen ambulant erfolgen. In der Regel erhält der Patient je nach Notwendigkeit über einen Zeitraum von einem halben Jahr eine Chemotherapie.
Die Chemotherapie unterstützt den Erfolg der operativen Tumorentfernung und verbessert die Heilungschancen. Bei sehr weit fortgeschrittenem Tumorstadium oder erneuten Tumorabsiedlungen verbessert die Chemotherapie die Lebensqualität und verlängert die Überlebenszeit.
Da auch gesunde Körperzellen sich ständig teilen, können auch diese durch die Chemotherapie betroffen werden. Das gilt insbesondere für die sich schnell regenerierenden Zellen des Magen- und Darmtraktes. Hier kann es zu Durchfall und anderen Magen-Darm-Beeinträchtigungen kommen, die sich medikamentös behandeln lassen. Haarausfall kommt bei den meisten zur Darmkrebstherapie eingesetzten Medikamenten nur selten vor.
Strahlentherapie
Beim fortgeschrittenen Rektumkarzinom kann eine prä- oder postoperative Bestrahlung indiziert sein.
Für die Strahlentherapie ist ein genaue geplantes Vorgehen wichtig.
Die Bestrahlung erfolgt in der Regel ambulant mehrfach pro Woche über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Die begleitende Chemotherapie wird parallel nach Vorgabe der interdisziplinären Tumorkonferenz durchgeführt.
Nebenwirkungen wie Durchfall und leichtes Unwohlsein können gelegentlich auftreten und lassen sich medikamentös behandeln. Schwerwiegende Nebenwirkungen und Komplikationen sind selten.






